Cholesterin HDL und LDL - das "gute" und das "böse" Cholesterin Quizfrage:
Was ist eigentlich Cholesterin? 1823 isolierte der französische Chemiker Michel Eugène Chevreul aus Gallensteinen eine harte, wachsartige, fettige Substanz, die er für verfestigte Gallenflüssigkeit hielt und deshalb Cholesterin (griechisch für feste Galle) nannte. Wir wissen heute, dass Cholesterin nur ein Bestandteil der Gallenflüssigkeit ist. Cholesterin ist kein Fett. Es ist aber fettlöslich. Es besteht aus 27 Kohlenstoffatomen. Weil es nicht wasserlöslich ist, schwimmt es auch nicht als freies Molekül im (wässrigen) Blut herum, sondern ist in kugelige Fetteiweißpartikel eingebunden. Die wichtigsten dieser Fett-Eiweiß-Kugeln sind das LDL- und das HDL-Cholesterin. Diese Bezeichnungen kennen Sie alle von Ihren Laborzetteln. LDL und HDL sind sozusagen die Taxis für fettlösliche Substanzen in unserem Körper. Sonst würden diese – vereinfacht gesagt – ja wie Fettaugen auf der Suppe oben schwimmen. LDL transportiert Cholesterin, Fette
(als Energieträger und Zellbausteine) sowie fettlösliche Vitamine zu den Zellen.
HDL ist für den Rücktransport von Cholesterin von den Zellen (bei hohen Spiegeln
an HDL sogar von den Gefäßwänden) zuständig. Vereinfacht gesagt, wird LDL als
das „böse“ Cholesterin bezeichnet, weil es für die Entstehung von
Das „gute“ HDL und das „böse“ LDL – wir brauchen aber beide LDL steht für Low Densitiy Lipoprotein = Fetteiweiß niedriger Dichte (weil es relativ mehr Fett als HDL enthält und Fett leichter als Eiweiß ist). Das LDL-Kügelchen hat einen Durchmesser von 20 Nanometer, das sind 20 Milliardstel Meter. HDL steht für High Densitiy Lipoprotein = Fetteiweiß hoher Dichte (weil es relativ mehr Eiweiß als LDL enthält und Eiweiß schwerer als Fett ist). Das HDL-Kügelchen hat einen Durchmesser von nur 10 Nanometer, das sind 10 Milliardstel Meter. Ein weißes Blutkörperchen, welches ja auch schon ziemlich klein ist, hat einen tausendmal so großen Durchmesser wie eine HDL-Kugel. Wie gelangt Cholesterin ins Blut und wofür ist es wichtig? Wir führen einerseits Cholesterin mit
der Nahrung zu. Andererseits können wir auch selbst Cholesterin bilden. In der
Leber wird zwar das meiste Cholesterin gebildet. Prinzipiell ist aber jede
einzelne Körperzelle zur Cholesterinsynthese befähigt. Über verschiedene
Syntheseschritte kann der Körper das benötigte Cholesterin aus Kohlenhydraten
(Stärke,
Cholesterin ist keineswegs die schlechte Substanz als die es meist verteufelt wird. Über die Arteriosklerosegefahr wird nämlich vergessen, dass Cholesterin ein lebenswichtiger Stoff in unserem Körper ist. Aufgrund seiner relativ einfachen Struktur kann der Organismus quasi wie aus einem Legostein aus Cholesterin viele weitere wichtige Substanzen aufbauen: S Kortison: Dieses lebenswichtige Hormon ist für Kampf- und Fluchtsituationen (Stresshormon) und für die körpereigene Entzündungsregulation zuständig. S Aldosteron: Reguliert den Natrium-, Kalium- und Wasserhaushalt. S Sexualhormone: Progesteron, Testosteron und Östrogen sind für eine regelrechte körperliche Entwicklung und natürlich für die Fortpflanzung verantwortlich.
S
S Gallensäuren: Sind für eine korrekte Fettverdauung und für die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K wichtig. S Zellmembran: Die Grenzschicht all unserer Zellen enthält reichlich Cholesterin, um deren Elastizität zu gewährleisten. S Nervenzellen: 1 % der Substanz der Nervenzellen und ganze 4 % der Substanz der Gehirnzellen besteht aus Cholesterin. Es unterstützt dabei die elektrische Isolierung der Nervenimpulse. Der gesamte Organismus enthält etwa 150
Gramm reines Cholesterin, davon übrigens nur
Lösung der Quizfrage
Die Cholesterinartikel auf einen Blick: 1.
Cholesterin:
HDL und LDL - das "gute" und das "böse" Cholesterin Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
Cholesterin, 99 verblüffende Tatsachen Endlich Klartext. Welche Laborwerte wirklich wichtig sind. Was ist der beste Schutz gegen Arteriosklerose und Herzinfarkt? Wie Sie Ihr Cholesterin ohne Chemie senken.
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