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HABICHTSWALDKLINIK
Klinik für Ganzheitsmedizin und Naturheilkunde
Abteilung Innere Medizin und Naturheilkundliche Ambulanz
34131 Kassel - Bad Wilhelmshöhe
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Oxidation ©
Was
passiert, wenn Cholesterin ranzig wird?
Quizfrage: Was haben Marilyn Monroe und ein rostiges Auto miteinander
gemeinsam?
Abb. 1 und
2: Marilyn Monroe und ein rostiges Auto – gibt es da überhaupt Gemeinsamkeiten?
Diesmal gibt es
leider keine Antwortmöglichkeiten. Versuchen Sie selbst einmal nachzudenken.
Nach dem Lesen des Beitrages kennen Sie sicher die Lösung.
Oxidiertes Cholesterin: Was passiert, wenn Cholesterin ranzig wird?
Im Kapitel
Arteriosklerose (www.cholesterin-1.de/arteriosklerose)
habe ich Ihnen erklärt, warum
Cholesterin schädlich sein kann. Genauer gesagt,
warum erhöhtes LDL zu Ablagerungen an den Gefäßen führen kann. Aber auch das ist
noch nicht die ganze Wahrheit. Es ist nicht das LDL, es ist bevorzugt das so
genannte oxidierte LDL, welches sich an die Gefäßwände ablagert.
Prozesse der
Oxidation sind in der Natur und in unserem Alltag weit verbreitet. Wenn Sie ein
Stück Holz verbrennen, so handelt es sich um eine Oxidation. Die Autofahrer
mögen Oxidation gar nicht, denn beim Rosten der Karosse handelt es sich um eine
solche. Andererseits ist jeder Autofahrer auf Oxidation angewiesen, denn ohne
die Oxidation des Benzins im Motor würde sich der Wagen nicht vorwärts bewegen.
Auch die Frauen (und einige Männer) möchten eine künstliche Oxidation an ihrem
Haar durch Bleichungsmittel nicht missen. Und wenn Sie einen Apfel aufschneiden
und an der Luft liegenlassen, so zeigt die Braunfärbung auch eine Oxidation an.
Antioxidantien schützen vor Oxidation
Übrigens haben
wir hier sogar schon einen Therapieansatz gegen Oxidation. Machen Sie doch
einmal folgendes Experiment: Schneiden Sie einen Apfel in der Mitte durch.
Beträufeln Sie dann die eine Seite mit Zitronensaft, die andere Seite nicht. Sie
ahnen schon den Ausgang des Experimentes: Die Seite mit dem Zitronensaft wird
langsamer braun. Die im Zitronensaft enthaltene
Ascorbinsäure (=
Vitamin C) wirkt
als Antioxidans – sie verhindert bzw. verzögert Oxidation durch den
Luftsauerstoff.
Oxidierte biologische Moleküle sind unbrauchbar geworden
Jede Oxidation
führt zu einer Beeinträchtigung der ursprünglichen Funktion der Moleküle.
Oxidierte Substanzen können ihre eigentliche Funktion nicht mehr ausüben. Sie
sind unbrauchbar geworden. Oxidiertes LDL ist gewissermaßen ranzig gewordenes
Fett in unserem Körper. Der Körper kann es nicht mehr gebrauchen, es ist fremd
für ihn geworden. Darum entsorgt er es auch, wie er sonst Schadstoffe oder
Bakterien behandeln würde: Unser Abwehrsystem in Form von Makrophagen (=weiße
Blutkörperchen, die als so genannte Fresszellen agieren) fischt LDL aus dem
Blut. Der normale Abbauweg in Form der LDL-Rezeptoren an den Zellwänden, die LDL
in die Zelle hereinholen, wo es weiter verstoffwechselt wird, steht für
oxidiertes LDL nicht mehr zur Verfügung. Wenn viel LDL im Blut ist und wenn
davon noch viel oxidiert ist, dann müssen die Makrophagen Schwerstarbeit
leisten. Sie können sich dabei bis zum Platzen überfressen. Das ist wortwörtlich
gemeint! Das freigewordene LDL-Cholesterin stellt einen der ersten Schritte der
Arteriosklerose dar (siehe voriges Kapitel
www.cholesterin-1.de/arteriosklerose).

Abb.3: Wenn
Makrophagen an der Gefäßwand reichlich oxidiertes
Cholesterin aufnehmen, ist das
einer der ersten Schritte der
Arteriosklerose.
Cholesterin senken, Oxidation vermeiden
Ziel einer
erfolgreichen
Cholesterinbehandlung muss es also sein, nicht nur das
Cholesterin
zu senken, sondern auch die Oxidation von
Cholesterin zu verhindern.
Interessanterweise wirken die modernen
Fettsenker, die
Statine
nicht nur
Cholesterin
senkend. Sie weisen vielmehr auch antioxidative Effekte
auf. Das Ausmaß ihres Erfolges hat sich in Studien als weitgehend unabhängig von
der
Cholesterinsenkung erwiesen. Daher wird bestimmten Risikogruppen von
Kardiologen heute ein solches
Statin
in jedem Fall empfohlen – selbst wenn das
Cholesterin
im Blut schon sehr niedrig ist. Möglicherweise spielt hier die
Antioxidantien
eine wichtigere Rolle als die
Cholesterinsenkung selbst.
Auch eine
weitere Beobachtung stützt die These der nützlichen Antioxidantien. Wir Ärzte
beobachten immer wieder Patienten, die trotz
Cholesterinwerten von weit über 300
mg/dl bis ins hohe Alter von jeglicher
Arteriosklerose frei bleiben. Haben diese
Menschen so viele andere Schutzfaktoren (z.B.
niedrigen Blutdruck, sehr
niedriges
Homocystein)? Oder weisen diese Menschen besonders wenig oxidiertes
LDL auf? Diese für die Behandlungsstrategien erhöhter
Cholesterinwerte wurden
bisher leider nicht erforscht. In der Medizin herrscht immer noch größeres
Interesse daran zu erforschen, warum Menschen krank werden als daran, warum sie
gesund bleiben – obwohl die Beantwortung dieser Frage für unser ganzes
Gesundheitssystem als auch für den einzelnen Menschen doch viel bedeutsamer
wäre. Liegt es viel daran, das am Gesundbleiben von Menschen weniger zu
verdienen ist als an der Behandlung von kranken Menschen…?
Doch kehren wir
zur Antioxidation zurück. Wenn wir dafür sorgen, dass wenig oxidiertes
LDL-Cholesterin entsteht, dann müsste sich dies eigentlich in einer verzögerten
Progression der
Arteriosklerose zeigen. Es gibt auch einige Studien, die dies zu
stützen scheinen: Man hat herausgefunden, dass die Höhe des
Vitamin E- oder des
Vitamin C-Spiegels invers mit der Rate an Herztodesfällen korreliert ist, d.h.
je höher der Spiegel an diesen anitoxidativen Vitaminen ist, desto geringer war
die Erkrankungsrate. Solche epidemiologischen Studien an größeren
Menschengruppen sind hinweisend, aber nicht beweisend. Beweisend ist allein die
so genannte Interventionsstudie, bei der die Wirksamkeit einer Therapie
kontrolliert gemessen wird. Es gibt hierzu mittlerweile eine ganze Reihe von
Studien, die leider widersprüchliche Ergebnisse erbracht haben.
Eine Studie ist
die so genannte CHAOS-Studie (Stephens
NG,
Parsons A,
Schofield PM,
Kelly F,
Cheeseman K,
Mitchinson MJ.:
Randomised controlled trial of vitamin E in patients
with coronary disease: Cambridge Heart Antioxidant Study (CHAOS).
Lancet. 1996 Mar 23;347(9004):781-6.). Dabei
fand man heraus, dass in der mit
Vitamin E behandelten Gruppe etwa ¾ weniger
nicht-tödliche
Herzinfarkte auftraten. Die Gesamtsterblichkeit, die doch
eigentlich auch hätte absinken müssen, war jedoch genauso hoch wie in der mit
Placebo behandelten Gruppe. Eine befriedigende Erklärung für dieses
widersprüchliche Ergebnis gibt es leider nicht. Die Studie trägt ihren Namen
„Chaos“ also völlig zu recht. In anderen Studien fand man ebenfalls nicht die
Schutzeffekte durch antioxidative Vitamine, die man erwartet hatte. Teilweise
waren die Ergebnisse in den mit Vitaminen behandelten Gruppen sogar etwas
schlechter.
Ich erzähle
Ihnen dies nicht, um sie zu verunsichern, sondern damit sie gut informiert sind.
Glauben Sie mir bitte, ich würde Ihnen viel lieber empfehlen: Nehmen Sie dieses
Vitamin und jenen Mineralstoff ein und sie bekommen nie wieder einen
Herzinfarkt! Das ist schön, das ist einfach und manche sprechen solche
Empfehlungen vollmundig aus (und verdienen recht gut an den von ihnen
vertriebenen Vitalstoffpräparaten). Die Datenlage gibt meines Erachtens eine
solch eindeutige Empfehlung derzeit (noch) nicht her. Und ich möchte Sie gern
differenziert und umfassend informieren. Ich möchte Ihnen ehrlich sagen, was
Fakt, was Vermutung und was pure Spekulation ist.
Woran kann es
liegen, dass die Studien nicht so verliefen, wie dies erwartet und erwünscht
war? Vielleicht liegt es daran, dass Wissenschaftler in vereinfachender Weise
Nährstoffe wie einen
Beta-Blocker
oder ein
Statin
erforschen und die Komplexität von Nährstoffen und ihren
Reaktionen im Körper ungenügend berücksichtigen? Ein Beispiel hierzu: Mehrere
hundert Patienten mit Verkalkungen in der Halsschlagader erhielten randomisiert
(zufällig verteilt) entweder
Vitamin E,
Vitamin C, beides oder Placebo (Salonen:
Circulation, 100, No. 18, 1999). Nach einigen Jahren wurde mit Ultraschall die
Zunahme der
Arteriosklerose gemessen. In der Placebogruppe nahmen die
Ablagerungen jährlich um durchschnittlich 20 µm zu, in der
Vitamin C-Gruppe
waren es nur 18 µm und in der
Vitamin E-Gruppe nur 17 µm. Diese Unterschiede
waren aber zu klein, um als Beweise für einen Nutzen von
Vitamin C oder
Vitamin E
zu
gelten. Das Überraschende war die Gruppe mit der kombinierten Behandlung: Bei
Einnahme von
Vitamin C und
Vitamin E
betrug die durchschnittliche Zunahme der
Verkalkungen nur 11 µm. Dieser Unterschied war statistisch signifikant – und er
ist auch relevant. Denn eine nahezu Halbierung der Progression der
Arteriosklerose, das ist doch schon etwas! Möglicherweise müssen wir also nicht
nur einen antioxidativen Wirkstoff einsetzen, sondern wir müssen eine sinnvolle
Kombination aus verschiedenen, sich ergänzenden antioxidativen Nährstoffen
wählen.
Abb. 4:
In letzter Zeit
gab es (wieder einmal) Pressemitteilungen, die sogar vor
Vitamin E-Einnahme
warnten, weil die Sterblichkeit unter den Vitamingaben sogar größer sei. Aus
Platzgründen möchte ich auf diese Diskussion hier nicht eingehen, verweise aber
auf meine Internetseite hierzu, wo Sie meine Meinung nachlesen können
www.ganzheits-medizin.de/vitamin-e/.
Was können wir gegen Oxidation tun?
Eine gute
Versorgung mit anitoxidativen Nährstoffen über die Nahrung ist sicher nicht
schädlich, wahrscheinlich sogar sehr nützlich. Im Gegensatz zu den
„enttäuschenden“ Studien mit Vitaminpillen hat sich eine weitgehend vegetarische
Kost als guter Schutz vor Herzinfarkten erwiesen. Vegetarier starben in Studien
nur halb so häufig an
Herzinfarkten wie „Fleischfresser“. Das liegt
möglicherweise an der niedrigeren
Cholesterinzufuhr, vielleicht aber auch an der
höheren Zufuhr antioxidativer. Eine überwiegend vegetarische Kost sollte also
immer die Grundlage auch einer antioxidativen Therapie sein. Wenn Sie dann noch
als „Sahnehäubchen“ eine sinnvolle Kombination verschiedener Nährstoffe drauf
tun, dann machen Sie wahrscheinlich alles richtig.
Übrigens können
Sie auch Ihre
Ernährung um einige
Antioxidantien ergänzen. Jegliches Obst und
Gemüse ist reich an antioxidativen Vitaminen (wenn es nicht gerade zerkocht
ist). Darüber hinaus enthalten diese Lebensmittel aber auch noch viele so
genannte sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, die antioxidativ wirken. Das sind
natürliche Substanzen, die zwar keinen Nährstoffcharakter haben, aber mit denen
die Pflanze sich selbst vor Oxidation (z.B. durch den Luftsauerstoff oder durch
die UV-Strahlung schützt). Einige Lebensmittel schützen besonders gut vor
Oxidation. Beispiele hierfür sind:
Ø
Grüntee:
Enthält Katechine, die für Schutz vor
Herzinfarkt und
Krebs
verantwortlich sein
sollen. Die Langlebigkeit der Asiaten im Vergleich zu Westeuropäern wird u.a.
auf den Grüntee zurückgeführt. Schwarztee enthält durch die Fermentation bei
seiner Herstellung zwar auch noch, aber viel weniger von diesen antioxidativen
Inhaltsstoffen. Wenn Sie schon morgens ein koffeinhaltiges Getränk zu sich
nehmen, warum dann nicht einmal den gesunden Grüntee? Viele mögen ihn wegen
seines etwas strohigen oder grasigen Geschmacks nicht. Es gibt mittlerweile aber
so viele verschiedene, auch aromatisierte
Sorten, dass jeder eine für ihn eine geeignete Grünteesorte findet.
Ø
Tomaten:
Enthalten das wertvolle Lycopin. Dies ist ein Karotinoid, welches dem
Beta-Carotin aus der Karotte ähnlich ist, möglicherweise aber noch wertvoller. Im Gegensatz
zu vielen anderen Nährstoffen ist es nicht hitzeempfindlich, d.h. Lycopin
entfaltet seine Wirkung auch noch als Tomatensoße, Tomatenmark, ja selbst als
Ketchup. Nehmen Sie bitte jeden Tag eine Portion Tomate zu sich – als
Tomatensoße auf den Spaghetti, als Tomatensaft oder als Tomatensalat.

Abb.
5 und 6: Tomatensaft – voller antioxidativer Lycopine, Rotwein – voller
antioxidativer Anthocyane
Ø
Rotwein:
Na, da haben Sie doch schon drauf gewartet! Endlich sagt Ihnen jemand, dass
Rotwein sogar gesund ist und Sie ihn nicht nur trinken dürfen, sondern dies
sogar sollen. Im Kapitel über den Alkohol werde ich Ihnen zwar den einen oder
anderen Tropfen Wermut in den Rotwein träufeln, aber an dieser Stelle sei der
Rotwein tatsächlich gelobt – und zwar wegen seiner anitoxidativen Polyphenole.
Hierzu noch ein paar Tipps: Der en barrique hergestellte (also in Eichenfässern)
gelagerte Rotwein wirkt noch antioxidativer. Die antioxidativen Wirkstoffe sind
natürlich nicht nur im Wein, sondern auch im Saft und in den Trauben enthalten.
Sie dürfen also ein Gläschen Rotwein trinken, müssen es aber auch nicht – Saft
und Trauben tun es auch. Übrigens: Auch Weißwein wirkt anitoxidativ – es muss
nicht nur der Rotwein sein.
|
Antioxidative Nährstoffe
|
-
Vitamin C |
1-3 g = ¼-1 TL |
z.B.
Vitamin C-Pulver |
|
-
Vitamin E |
300-400 IE |
z.B. Mowivit 600 jd. 2. Tag |
|
- Selen |
50-200 µg |
z.B. Cefasel 100 Tabs. |
Dies sind
die wichtigsten Einzelsubstanzen.
Achtung:
Zwischen Einnahme von Selen (als anorganisches Selenit) und
Vitamin C
sollten mindestens 2 Stunden liegen.
Karotinoide, Zink,
Q10, Acetylcystein sind weitere wichtige Antioxidantien.
Gut dosierte und preisgünstige Kombinationspräparate sind:
- Orthoexpert nutri basic
- Oxylyc
- Selen forte Syxyl |
Labordiagnostik – können wir Oxidation im Körper messen?
Oxidation bzw.
Schutz vor Oxidation ist ein sehr komplexes Gebiet. Für den Schutz der DNS im
Zellkern stehen andere Systeme zur Verfügung als für die Mitochondrien
(Kraftwerke der Zelle). In den Zellen haben wir andere Verhältnisse als im Blut.
Wasserlösliche Substanzen benötigen andere Schutzmechanismen als Fette. Es gibt
nicht einen Laborwert, der zuverlässig, einfach und umfassend die gesamte
Oxidation bzw. den antioxidativen Schutz zu messen vermag. Jeder, der Ihnen so
etwas anbietet, ist von vornherein unseriös. Wenn Ihnen jemand einen Test
anbietet und dann noch gleich entsprechende Schutzstoffe verkaufen will – dann
machen Sie, dass Sie das Weite gewinnen. Hier will jemand an Ihnen verdienen.
Wenn Sie sich zu Messungen entscheiden, dann lassen Sie die Werte bei jemandem
bestimmen, der weder direkt noch indirekt am Verkauf oder Vertrieb von
Antioxidantien verdient, der Ihnen mehrere, sich sinnvoll ergänzende Testsysteme
anbietet und der dies auch noch zu einem vernünftigen Preis tut.
Ich biete meinen
Patienten folgende Testkombination an:
Ø
Antioxidative Kapazität: Dabei wird das Blut mit Oxidantien belastet
und es wird gemessen, inwieweit das Blut imstande ist, damit fertig zu werden.
Ø
Lipidperoxidation: Hier wird direkt gemessen, inwieweit Fette ranzig
geworden sind.
Ø
DNS-Oxidation: Hier wird die Oxidation der Erbsubstanz in den
Zellkernen gemessen.
Mit dieser
einfachen Kombination haben Sie zu Kosten von unter 100 € eine brauchbare
Beurteilung Ihrer individuellen oxidativen Situation. Wer will, kann natürlich
noch mehr messen:
Vitamin E,
Vitamin C, Selen, Glutathion usw., um noch
differenzierte Informationen zu bekommen. In der Regel reicht das oben
angegebene Screeningprogramm aber völlig zur Risikobeurteilung und – nach
Ernährungsumstellung bzw. Nährstofftherapie – zur Therapiekontrolle völlig aus.
Achtung: Sparen Sie sich die Zeit und
Energie, Ihren Hausarzt oder Kardiologen danach zu fragen. Mit 99 %iger
Wahrscheinlichkeit kennt er diese Methoden nicht und weiß auch nichts damit
anzufangen. Dies wird weder an der Uni noch in kardiologischen Fachfortbildungen
bisher gelehrt. Antioxidantien sind nämlich
Medikamente bzw. (meistens)
Nahrungsergänzungen, bei denen die Gewinnspanne der Pharmaindustrie relativ zu
patentierbaren Präparaten niedrig ist. Daher ist das Budget entsprechender,
meist mittelständischer Firmen für Marketing, Forschung und ärztliche
Fortbildungen vergleichsweise gering. Dies ist einer der Hauptgründe, warum sich
eine solche Therapie in der konventionellen Therapie bisher nicht durchgesetzt
hat.
|
Oxidiertes LDL wird leichter an die Gefäßwand abgelagert und
beschleunigt den Prozess der
Arteriosklerose. Antioxidantien können das
Ranzigwerden der Fette minimieren und schützen vermutlich vor
Arteriosklerose. In Studien wurde der Nutzen einer medikamentösen anitoxidativen Therapie bisher noch nicht zweifelsfrei erbracht. Eine
Ernährung, die reich an Antioxidantien ist, sollte die Grundlage der
Behandlung sein. Eine sinnvolle, gut dosierte Kombination an
zusätzlichen Antioxidantien vermag möglicherweise einen weiteren Schutz
zu bieten. Im Zweifelsfall sollten Sie sich einer vernünftigen
Labordiagnostik bedienen. Antioxidantien sind keine Wundermittel, mit
denen sich jede
Arteriosklerose
aufhalten lässt – sie können aber ein
wichtiger Baustein im Puzzle einer ganzheitlichen
Cholesterintherapie
sein. |
Auflösung der Quizfrage: Marilyn Monroe und das rostige Auto sind zwei
anschauliche Beispiele für Oxidationsprozesse. Den Rost am Auto kennt jeder als
Oxidation. Marilyn Monroe hatte ursprünglich brünette Haare. Die Blondfärbung
kam durch Wasserstoffperoxyd zustande, ein sehr starkes Oxidationsmittel.
Die Cholesterinartikel auf einen
Blick:
1.
Cholesterin:
HDL und LDL - das "gute" und das "böse" Cholesterin
2.
Arteriosklerose: Ist das Cholesterin für die Arteriosklerose
verantwortlich?
3.
Oxidation:
Was passiert, wenn Cholesterin ranzig wird?
4.
Risikofaktoren:
Die „neuen“ Risikofaktoren Homocystein, Lp(a),
Fibrinogen und
hochsensitives CRP
5.
Cholesterinsenker/Statine:
die medikamentöse Behandlung - ein Wundermittel?
6.
Fettsäuren: Gute Fette - Schlechte Fette
7.
Nikotinsäure: Wenn andere Fettsenker nicht
vertragen werden
8.
Omega 3: Das Märchen vom Spiegel
Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
©
Dr. Volker
Schmiedel
Chefarzt der Inneren
Abteilung
FA für Physikalische und Rehabilitative Medizin
Naturheilverfahren, Homöopathie
Dozent für Biologische Medizin
(Univ. Mailand).

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Weitere Medizinische Informationen und Links für Patienten und Interessierte
- von Abnehmen bis Zöliakie -
finden Sie hier. |
Schmiedel,
Volker
Cholesterin, 99
verblüffende Tatsachen
Endlich
Klartext. Welche Laborwerte wirklich wichtig sind. Was ist der beste Schutz
gegen Arteriosklerose und Herzinfarkt? Wie Sie Ihr Cholesterin ohne Chemie
senken.
Zur
Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw.
Therapiemöglichkeiten stehe ich Ihnen im persönlichen Gespräch gerne zur
Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in der
naturkundlichen Privatambulanz.
Alle
oben erwähnten Laboruntersuchungen können in der Inneren Abteilung der
Habichtswaldklinik oder der Naturheilkundlichen Privatambulanz durchgeführt
werden.
Informationen über das Therapieangebot der Inneren Abteilung:
http://www.habichtswaldklinik.de/Die_Abteilung_Innere_Medizin.html
Informationen über ambulante
Diagnostik und Therapie:
http://www.habichtswaldklinik.de/Naturheilk_Ambulanz.html
Hier finden Sie weitere
Gesundheitstipps:
http://www.gesundheitstipps.wicker-kliniken.de/
Die aktuellen und archivierten
Naturheilkundlichen Newsletter finden Sie hier:
http://www.habichtswaldklinik.de/Naturlheilkundlicher_Newsletter.html
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Aktualisiert: August
2010
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