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Oxidation ©

Was passiert, wenn Cholesterin ranzig wird? 

Quizfrage: Was haben Marilyn Monroe und ein rostiges Auto miteinander gemeinsam?

  

Abb. 1 und 2: Marilyn Monroe und ein rostiges Auto – gibt es da überhaupt Gemeinsamkeiten?

Diesmal gibt es leider keine Antwortmöglichkeiten. Versuchen Sie selbst einmal nachzudenken. Nach dem Lesen des Beitrages kennen Sie sicher die Lösung. 

Oxidiertes Cholesterin: Was passiert, wenn Cholesterin ranzig wird? 

Im Kapitel Arteriosklerose (www.cholesterin-1.de/arteriosklerose) habe ich Ihnen erklärt, warum Cholesterin schädlich sein kann. Genauer gesagt, warum erhöhtes LDL zu Ablagerungen an den Gefäßen führen kann. Aber auch das ist noch nicht die ganze Wahrheit. Es ist nicht das LDL, es ist bevorzugt das so genannte oxidierte LDL, welches sich an die Gefäßwände ablagert. 

Prozesse der Oxidation sind in der Natur und in unserem Alltag weit verbreitet. Wenn Sie ein Stück Holz verbrennen, so handelt es sich um eine Oxidation. Die Autofahrer mögen Oxidation gar nicht, denn beim Rosten der Karosse handelt es sich um eine solche. Andererseits ist jeder Autofahrer auf Oxidation angewiesen, denn ohne die Oxidation des Benzins im Motor würde sich der Wagen nicht vorwärts bewegen. Auch die Frauen (und einige Männer) möchten eine künstliche Oxidation an ihrem Haar durch Bleichungsmittel nicht missen. Und wenn Sie einen Apfel aufschneiden und an der Luft liegenlassen, so zeigt die Braunfärbung auch eine Oxidation an. 

 Antioxidantien schützen vor Oxidation

Übrigens haben wir hier sogar schon einen Therapieansatz gegen Oxidation. Machen Sie doch einmal folgendes Experiment: Schneiden Sie einen Apfel in der Mitte durch. Beträufeln Sie dann die eine Seite mit Zitronensaft, die andere Seite nicht. Sie ahnen schon den Ausgang des Experimentes: Die Seite mit dem Zitronensaft wird langsamer braun. Die im Zitronensaft enthaltene Ascorbinsäure (= Vitamin C) wirkt als Antioxidans – sie verhindert bzw. verzögert Oxidation durch den Luftsauerstoff. 

Oxidierte biologische Moleküle sind unbrauchbar geworden 

Jede Oxidation führt zu einer Beeinträchtigung der ursprünglichen Funktion der Moleküle. Oxidierte Substanzen können ihre eigentliche Funktion nicht mehr ausüben. Sie sind unbrauchbar geworden. Oxidiertes LDL ist gewissermaßen ranzig gewordenes Fett in unserem Körper. Der Körper kann es nicht mehr gebrauchen, es ist fremd für ihn geworden. Darum entsorgt er es auch, wie er sonst Schadstoffe oder Bakterien behandeln würde: Unser Abwehrsystem in Form von Makrophagen (=weiße Blutkörperchen, die als so genannte Fresszellen agieren) fischt LDL aus dem Blut. Der normale Abbauweg in Form der LDL-Rezeptoren an den Zellwänden, die LDL in die Zelle hereinholen, wo es weiter verstoffwechselt wird, steht für oxidiertes LDL nicht mehr zur Verfügung. Wenn viel LDL im Blut ist und wenn davon noch viel oxidiert ist, dann müssen die Makrophagen Schwerstarbeit leisten. Sie können sich dabei bis zum Platzen überfressen. Das ist wortwörtlich gemeint! Das freigewordene LDL-Cholesterin stellt einen der ersten Schritte der Arteriosklerose dar (siehe voriges Kapitel www.cholesterin-1.de/arteriosklerose).

 

Abb.3: Wenn Makrophagen an der Gefäßwand reichlich oxidiertes Cholesterin aufnehmen, ist das einer der ersten Schritte der Arteriosklerose.

Cholesterin senken, Oxidation vermeiden

Ziel einer erfolgreichen Cholesterinbehandlung muss es also sein, nicht nur das Cholesterin zu senken, sondern auch die Oxidation von Cholesterin zu verhindern. Interessanterweise wirken die modernen Fettsenker, die Statine nicht nur Cholesterin senkend. Sie weisen vielmehr auch antioxidative Effekte auf. Das Ausmaß ihres Erfolges hat sich in Studien als weitgehend unabhängig von der Cholesterinsenkung erwiesen. Daher wird bestimmten Risikogruppen von Kardiologen heute ein solches Statin in jedem Fall empfohlen – selbst wenn das Cholesterin im Blut schon sehr niedrig ist. Möglicherweise spielt hier die  Antioxidantien eine wichtigere Rolle als die Cholesterinsenkung selbst. 

Auch eine weitere Beobachtung stützt die These der nützlichen  Antioxidantien. Wir Ärzte beobachten immer wieder Patienten, die trotz Cholesterinwerten von weit über 300 mg/dl bis ins hohe Alter von jeglicher Arteriosklerose frei bleiben. Haben diese Menschen so viele andere Schutzfaktoren (z.B. niedrigen Blutdruck, sehr niedriges Homocystein)? Oder weisen diese Menschen besonders wenig oxidiertes LDL auf? Diese für die Behandlungsstrategien erhöhter Cholesterinwerte wurden bisher leider nicht erforscht. In der Medizin herrscht immer noch größeres Interesse daran zu erforschen, warum Menschen krank werden als daran, warum sie gesund bleiben – obwohl die Beantwortung dieser Frage für unser ganzes Gesundheitssystem als auch für den einzelnen Menschen doch viel bedeutsamer wäre. Liegt es viel daran, das am Gesundbleiben von Menschen weniger zu verdienen ist als an der Behandlung von kranken Menschen…? 

Doch kehren wir zur Antioxidation zurück. Wenn wir dafür sorgen, dass wenig oxidiertes LDL-Cholesterin entsteht, dann müsste sich dies eigentlich in einer verzögerten Progression der Arteriosklerose zeigen. Es gibt auch einige Studien, die dies zu stützen scheinen: Man hat herausgefunden, dass die Höhe des Vitamin E- oder des Vitamin C-Spiegels invers mit der Rate an Herztodesfällen korreliert ist, d.h. je höher der Spiegel an diesen anitoxidativen Vitaminen ist, desto geringer war die Erkrankungsrate. Solche epidemiologischen Studien an größeren Menschengruppen sind hinweisend, aber nicht beweisend. Beweisend ist allein die so genannte Interventionsstudie, bei der die Wirksamkeit einer Therapie kontrolliert gemessen wird. Es gibt hierzu mittlerweile eine ganze Reihe von Studien, die leider widersprüchliche Ergebnisse erbracht haben. 

Eine Studie ist die so genannte CHAOS-Studie (Stephens NG, Parsons A, Schofield PM, Kelly F, Cheeseman K, Mitchinson MJ.: Randomised controlled trial of vitamin E in patients with coronary disease: Cambridge Heart Antioxidant Study (CHAOS). Lancet. 1996 Mar 23;347(9004):781-6.). Dabei fand man heraus, dass in der mit Vitamin E behandelten Gruppe etwa ¾ weniger nicht-tödliche Herzinfarkte auftraten. Die Gesamtsterblichkeit, die doch eigentlich auch hätte absinken müssen, war jedoch genauso hoch wie in der mit Placebo behandelten Gruppe. Eine befriedigende Erklärung für dieses widersprüchliche Ergebnis gibt es leider nicht. Die Studie trägt ihren Namen „Chaos“ also völlig zu recht. In anderen Studien fand man ebenfalls nicht die Schutzeffekte durch antioxidative Vitamine, die man erwartet hatte. Teilweise waren die Ergebnisse in den mit Vitaminen behandelten Gruppen sogar etwas schlechter.

Ich erzähle Ihnen dies nicht, um sie zu verunsichern, sondern damit sie gut informiert sind. Glauben Sie mir bitte, ich würde Ihnen viel lieber empfehlen: Nehmen Sie dieses Vitamin und jenen Mineralstoff ein und sie bekommen nie wieder einen Herzinfarkt! Das ist schön, das ist einfach und manche sprechen solche Empfehlungen vollmundig aus (und verdienen recht gut an den von ihnen vertriebenen Vitalstoffpräparaten). Die Datenlage gibt meines Erachtens eine solch eindeutige Empfehlung derzeit (noch) nicht her. Und ich möchte Sie gern differenziert und umfassend informieren. Ich möchte Ihnen ehrlich sagen, was Fakt, was Vermutung und was pure Spekulation ist. 

Woran kann es liegen, dass die Studien nicht so verliefen, wie dies erwartet und erwünscht war? Vielleicht liegt es daran, dass Wissenschaftler in vereinfachender Weise Nährstoffe wie einen Beta-Blocker oder ein Statin erforschen und die Komplexität von Nährstoffen und ihren Reaktionen im Körper ungenügend berücksichtigen? Ein Beispiel hierzu: Mehrere hundert Patienten mit Verkalkungen in der Halsschlagader erhielten randomisiert (zufällig verteilt) entweder Vitamin E, Vitamin C, beides oder Placebo (Salonen: Circulation, 100, No. 18, 1999). Nach einigen Jahren wurde mit Ultraschall die Zunahme der Arteriosklerose gemessen. In der Placebogruppe nahmen die Ablagerungen jährlich um durchschnittlich 20 µm zu, in der Vitamin C-Gruppe waren es nur 18 µm und in der Vitamin E-Gruppe nur 17 µm. Diese Unterschiede waren aber zu klein, um als Beweise für einen Nutzen von Vitamin C oder Vitamin E zu gelten. Das Überraschende war die Gruppe mit der kombinierten Behandlung: Bei Einnahme von Vitamin C und Vitamin E betrug die durchschnittliche Zunahme der Verkalkungen nur 11 µm. Dieser Unterschied war statistisch signifikant – und er ist auch relevant. Denn eine nahezu Halbierung der Progression der Arteriosklerose, das ist doch schon etwas! Möglicherweise müssen wir also nicht nur einen antioxidativen Wirkstoff einsetzen, sondern wir müssen eine sinnvolle Kombination aus verschiedenen, sich ergänzenden antioxidativen Nährstoffen wählen.

Abb. 4: 

 

 

 

  

 

 

In letzter Zeit gab es (wieder einmal) Pressemitteilungen, die sogar vor Vitamin E-Einnahme warnten, weil die Sterblichkeit unter den Vitamingaben sogar größer sei. Aus Platzgründen möchte ich auf diese Diskussion hier nicht eingehen, verweise aber auf meine Internetseite hierzu, wo Sie meine Meinung nachlesen können www.ganzheits-medizin.de/vitamin-e/. 

Was können wir gegen Oxidation tun? 

Eine gute Versorgung mit anitoxidativen Nährstoffen über die Nahrung ist sicher nicht schädlich, wahrscheinlich sogar sehr nützlich. Im Gegensatz zu den „enttäuschenden“ Studien mit Vitaminpillen hat sich eine weitgehend vegetarische Kost als guter Schutz vor Herzinfarkten erwiesen. Vegetarier starben in Studien nur halb so häufig an Herzinfarkten wie „Fleischfresser“. Das liegt möglicherweise an der niedrigeren Cholesterinzufuhr, vielleicht aber auch an der höheren Zufuhr antioxidativer. Eine überwiegend vegetarische Kost sollte also immer die Grundlage auch einer antioxidativen Therapie sein. Wenn Sie dann noch als „Sahnehäubchen“ eine sinnvolle Kombination verschiedener Nährstoffe drauf tun, dann machen Sie wahrscheinlich alles richtig. 

Übrigens können Sie auch Ihre Ernährung um einige Antioxidantien ergänzen. Jegliches Obst und Gemüse ist reich an antioxidativen Vitaminen (wenn es nicht gerade zerkocht ist). Darüber hinaus enthalten diese Lebensmittel aber auch noch viele so genannte sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, die antioxidativ wirken. Das sind natürliche Substanzen, die zwar keinen Nährstoffcharakter haben, aber mit denen die Pflanze sich selbst vor Oxidation (z.B. durch den Luftsauerstoff oder durch die UV-Strahlung schützt). Einige Lebensmittel schützen besonders gut vor Oxidation. Beispiele hierfür sind: 

Ø Grüntee: Enthält Katechine, die für Schutz vor Herzinfarkt und Krebs verantwortlich sein sollen. Die Langlebigkeit der Asiaten im Vergleich zu Westeuropäern wird u.a. auf den Grüntee zurückgeführt. Schwarztee enthält durch die Fermentation bei seiner Herstellung zwar auch noch, aber viel weniger von diesen antioxidativen Inhaltsstoffen. Wenn Sie schon morgens ein koffeinhaltiges Getränk zu sich nehmen, warum dann nicht einmal den gesunden Grüntee? Viele mögen ihn wegen seines etwas strohigen oder grasigen Geschmacks nicht. Es gibt mittlerweile aber so viele verschiedene, auch aromatisierte
Sorten, dass jeder eine für ihn eine geeignete Grünteesorte findet.

Ø Tomaten: Enthalten das wertvolle Lycopin. Dies ist ein Karotinoid, welches dem Beta-Carotin aus der Karotte ähnlich ist, möglicherweise aber noch wertvoller. Im Gegensatz zu vielen anderen Nährstoffen ist es nicht hitzeempfindlich, d.h. Lycopin entfaltet seine Wirkung auch noch als Tomatensoße, Tomatenmark, ja selbst als Ketchup. Nehmen Sie bitte jeden Tag eine Portion Tomate zu sich – als Tomatensoße auf den Spaghetti, als Tomatensaft oder als Tomatensalat.
                                                                             

   

 Abb. 5 und 6: Tomatensaft – voller antioxidativer Lycopine, Rotwein – voller antioxidativer Anthocyane 

Ø Rotwein: Na, da haben Sie doch schon drauf gewartet! Endlich sagt Ihnen jemand, dass Rotwein sogar gesund ist und Sie ihn nicht nur trinken dürfen, sondern dies sogar sollen. Im Kapitel über den Alkohol werde ich Ihnen zwar den einen oder anderen Tropfen Wermut in den Rotwein träufeln, aber an dieser Stelle sei der Rotwein tatsächlich gelobt – und zwar wegen seiner anitoxidativen Polyphenole. Hierzu noch ein paar Tipps: Der en barrique hergestellte (also in Eichenfässern) gelagerte Rotwein wirkt noch antioxidativer. Die antioxidativen Wirkstoffe sind natürlich nicht nur im Wein, sondern auch im Saft und in den Trauben enthalten. Sie dürfen also ein Gläschen Rotwein trinken, müssen es aber auch nicht – Saft und Trauben tun es auch. Übrigens: Auch Weißwein wirkt anitoxidativ – es muss nicht nur der Rotwein sein. 

Antioxidative Nährstoffe

- Vitamin C  1-3 g = ¼-1 TL  z.B. Vitamin C-Pulver
- Vitamin E   300-400 IE z.B. Mowivit 600 jd. 2. Tag
- Selen    50-200 µg   z.B. Cefasel 100 Tabs.

Dies sind die wichtigsten Einzelsubstanzen. Achtung: Zwischen Einnahme von Selen (als anorganisches Selenit) und Vitamin C sollten mindestens 2 Stunden liegen. Karotinoide, Zink, Q10, Acetylcystein sind weitere wichtige Antioxidantien.
Gut dosierte und preisgünstige Kombinationspräparate sind:
 

- Orthoexpert nutri basic
- Oxylyc
- Selen forte Syxyl 

Labordiagnostik – können wir Oxidation im Körper messen? 

Oxidation bzw. Schutz vor Oxidation ist ein sehr komplexes Gebiet. Für den Schutz der DNS im Zellkern stehen andere Systeme zur Verfügung als für die Mitochondrien (Kraftwerke der Zelle). In den Zellen haben wir andere Verhältnisse als im Blut. Wasserlösliche Substanzen benötigen andere Schutzmechanismen als Fette. Es gibt nicht einen Laborwert, der zuverlässig, einfach und umfassend die gesamte Oxidation bzw. den antioxidativen Schutz zu messen vermag. Jeder, der Ihnen so etwas anbietet, ist von vornherein unseriös. Wenn Ihnen jemand einen Test anbietet und dann noch gleich entsprechende Schutzstoffe verkaufen will – dann machen Sie, dass Sie das Weite gewinnen. Hier will jemand an Ihnen verdienen. Wenn Sie sich zu Messungen entscheiden, dann lassen Sie die Werte bei jemandem bestimmen, der weder direkt noch indirekt am Verkauf oder Vertrieb von Antioxidantien verdient, der Ihnen mehrere, sich sinnvoll ergänzende Testsysteme anbietet und der dies auch noch zu einem vernünftigen Preis tut. 

Ich biete meinen Patienten folgende Testkombination an: 

Ø Antioxidative Kapazität: Dabei wird das Blut mit Oxidantien belastet und es wird gemessen, inwieweit das Blut imstande ist, damit fertig zu werden.

Ø Lipidperoxidation: Hier wird direkt gemessen, inwieweit Fette ranzig geworden sind.

Ø DNS-Oxidation: Hier wird die Oxidation der Erbsubstanz in den Zellkernen gemessen. 

Mit dieser einfachen Kombination haben Sie zu Kosten von unter 100 € eine brauchbare Beurteilung Ihrer individuellen oxidativen Situation. Wer will, kann natürlich noch mehr messen: Vitamin E, Vitamin C, Selen, Glutathion usw., um noch differenzierte Informationen zu bekommen. In der Regel reicht das oben angegebene Screeningprogramm aber völlig zur Risikobeurteilung und – nach Ernährungsumstellung bzw. Nährstofftherapie – zur Therapiekontrolle völlig aus. Achtung: Sparen Sie sich die Zeit und Energie, Ihren Hausarzt oder Kardiologen danach zu fragen. Mit 99 %iger Wahrscheinlichkeit kennt er diese Methoden nicht und weiß auch nichts damit anzufangen. Dies wird weder an der Uni noch in kardiologischen Fachfortbildungen bisher gelehrt. Antioxidantien sind nämlich Medikamente bzw. (meistens) Nahrungsergänzungen, bei denen die Gewinnspanne der Pharmaindustrie relativ zu patentierbaren Präparaten niedrig ist. Daher ist das Budget entsprechender, meist mittelständischer Firmen für Marketing, Forschung und ärztliche Fortbildungen vergleichsweise gering. Dies ist einer der Hauptgründe, warum sich eine solche Therapie in der konventionellen Therapie bisher nicht durchgesetzt hat. 

Oxidiertes LDL wird leichter an die Gefäßwand abgelagert und beschleunigt den Prozess der Arteriosklerose. Antioxidantien können das Ranzigwerden der Fette minimieren und schützen vermutlich vor Arteriosklerose. In Studien wurde der Nutzen einer medikamentösen anitoxidativen Therapie bisher noch nicht zweifelsfrei erbracht. Eine Ernährung, die reich an Antioxidantien ist, sollte die Grundlage der Behandlung sein. Eine sinnvolle, gut dosierte Kombination an zusätzlichen Antioxidantien vermag möglicherweise einen weiteren Schutz zu bieten. Im Zweifelsfall sollten Sie sich einer vernünftigen Labordiagnostik bedienen. Antioxidantien sind keine Wundermittel, mit denen sich jede Arteriosklerose aufhalten lässt – sie können aber ein wichtiger Baustein im Puzzle einer ganzheitlichen Cholesterintherapie sein. 

Auflösung der Quizfrage: Marilyn Monroe und das rostige Auto sind zwei anschauliche Beispiele für Oxidationsprozesse. Den Rost am Auto kennt jeder als Oxidation. Marilyn Monroe hatte ursprünglich brünette Haare. Die Blondfärbung kam durch Wasserstoffperoxyd zustande, ein sehr starkes Oxidationsmittel.

Die Cholesterinartikel auf einen Blick:

1. Cholesterin: HDL und LDL - das "gute" und das "böse" Cholesterin
2. Arteriosklerose: Ist das Cholesterin für die Arteriosklerose verantwortlich?
3.
Oxidation: Was passiert, wenn Cholesterin ranzig wird?
4. Risikofaktoren:
Die „neuen“ Risikofaktoren Homocystein, Lp(a), Fibrinogen und
    hochsensitives CRP
5. Cholesterinsenker/Statine: die medikamentöse Behandlung - ein Wundermittel?
6.
Fettsäuren: Gute Fette - Schlechte Fette
7. Nikotinsäure: Wenn andere Fettsenker nicht vertragen werden
8. Omega 3: Das Märchen vom Spiegel

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit

 © Dr. Volker Schmiedel
Chefarzt der Inneren Abteilung
FA für Physikalische und Rehabilitative Medizin
Naturheilverfahren, Homöopathie
Dozent für Biologische Medizin (Univ. Mailand).

Animationen animierte Augen

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Cholesterin, 99 verblüffende Tatsachen Schmiedel, Volker 

Cholesterin, 99 verblüffende Tatsachen

Endlich Klartext. Welche Laborwerte wirklich wichtig sind. Was ist der beste Schutz gegen Arteriosklerose und Herzinfarkt? Wie Sie Ihr Cholesterin ohne Chemie senken. 

Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten stehe ich Ihnen im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in der naturkundlichen Privatambulanz.

Alle oben erwähnten Laboruntersuchungen können in der Inneren Abteilung der Habichtswaldklinik oder der Naturheilkundlichen Privatambulanz durchgeführt werden.

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Aktualisiert: August 2010

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